Ja, ich will Post aus der Akazienbuchhandung!

„Welcome Home“ – Literaturkurier vom 16. Mai 2019

Liebe Kunden und Freunde
der Akazienbuchhandlung,

auf der Suche nach zu Hause – mit diesen Büchern über Heimat, Heimatverlust – und Orte, die das Leben prägen:

 

Jemand stirbt oder eine Liebe geht zu Ende und nichts wird aufgelöst, man bleibt einfach damit zurück“ – Lucia Berlin beherrscht genau wie ihr Vorbild Anton Tschechow die Kunst des Erzählens mit offenem Ausgang, Ihre Erzählungen sind entschlackt und abgründig, melancholisch und verzweifelt-komisch – und stark autobiographisch. Lucia Berlin war immer eine Heimatlose: 18 Mal zog sie um, zwischen Alaska und Mexiko, wurde mit 32 Jahren als Mutter von vier Söhnen bereits zum dritten Mal geschieden und schrieb kurz vor ihrem Tod an einem Buch, das mehr als 20 kurze autobiografische Texte enthält, chronologisch geordnete Erinnerungen an die Orte, die sie prägten und an denen auch ihre Geschichten spielen. Zusammen mit einzigartigem Bildmaterial jetzt erschienen als faszinierender Einblick in den Lebensstoff, aus dem Lucia Berlin ihre einzigartige Literatur geschaffen hat!
(Lucia Berlin, „Welcome Home. Erinnerungen, Bilder und Briefe“ Kampa 24 €)

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Leserausch gefällig? Gabriele Tergits „Effingers“ erinnern uns stark an Haratischwilis „Das achte Leben“: Erst aufgrund der schieren Dicke schwer vermittelbar, dann sich zum absoluten Geheimtipp-Bestseller entwickelnd – und jeder, der es ausliest, hätte gern noch 300 Seiten vor sich. Die Geschichte einer bürgerlichen jüdischen Familie in Berlin bis zum Zweiten Weltkrieg ist so mutig, authentisch, bewegend und bei allem Detailreichtum so kurzweilig erzählt, daß dieses Leseerlebnis die „Effingers“ offiziell zum „Wohnbuch“ des Frühjahrs macht. Man möchte nicht wieder raus. Und meint, eine untergegangene Welt endlich wirklich begreifen zu können.
(Gabriele Tergit, „Effingers“ Schöffling 28 €)

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„Ich kann mich genau an den Moment erinnern, als mein Großvater sich verliebte. Es war klar, dass die Großmutter nichts davon mitkriegen sollte. Sie hatte schon bei geringeren Anlässen gedroht, ihn umzubringen, zum Beispiel, wenn er beim Abendessen das Brot zerkrümelte.“
Max‘ Großmutter hat immer was zu meckern – und zu kontrollieren. Wenn sie nicht gerade gegen das deutsche Schulsystem, die deutschen Süßigkeiten oder ihre Mitmenschen und deren Religionen wettert, beschützt sie ihren einzigen Enkel vor dem schädlichen Einfluss der neuen Welt. So bekommt sie als Letzte mit, dass ihr Mann sich verliebt hat. Doch was für andere Familien das Ende wäre, ist für Max und seine Großeltern erst der Anfang … Böse, witzig, rasant, liebevoll: Alina Bronskys Bücher erzählen von eigenwilligen Charakteren, vom Culture Clash zwischen West und Ost – und von ungewöhnlichen Beziehungen.
(Alina Bronsky, „Der Zopf meiner Großmutter“ Kiepenheuer & Witsch 20 €)

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Alle sind sie untereinander und schicksalhaft mit dem ehemals roten Wedding verbunden – und mit jenem heruntergekommenen Haus dort in der Utrechter Straße. Leo, der nach 70 Jahren aus Israel nach Deutschland zurückkehrt, obwohl er das eigentlich nie wollte. Seine Enkelin Nira, die Amir liebt, der in Berlin einen Falafel-Imbiss eröffnet hat. Laila, die gar nicht weiß, dass ihre Sinti-Familie hier einst gewohnt hat. Und schließlich die alte Gertrud, die Leo und seinen Freund Manfred 1944 in ihrem Versteck auf dem Dachboden entdeckt, aber nicht verraten hat. Regina Scheer hat nach „Machandel“ wieder einen großen Roman über ein Stück deutscher Geschichte geschrieben: klug, fundiert – und voller Wärme.
(Regina Scheer, „Gott wohnt im Wedding“ Penguin 24 €)

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Muß ein Haus immer aussehen wie ein Haus?
Seit Lotte und Max sich von ihrem Vater Geschichten vom Bauhaus erzählen lassen, sind sie mindestens ebenso erfinderisch wie Walter Gropius oder Carl Fieger – und wissen ganz genau, daß ihr neues Kinderzimmer nur eines nicht sein soll: langweilig! Sie bauen ein Höhle, treffen eine Innenarchitektin und lassen sich von Muches Stahl-Haus inspirieren, das mit Bullaugen-Fenstern und Flachdach wie ein U-Boot ausssieht. Dieses Mitmach-Bilderbuch ab acht stellt Bauhaus-Bauten vor – und zeigt wie man aus einer Pappkiste sein eigenes Mega-Musterzimmer-Schuhkartonmodell konstruieren kann.
(Stein/Kern, „Wie kommt das U-Boot in den Garten? Kinder entdecken die Bauhaus-Architektur“ Seemann 16 €, ab 8 J.)

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