Ja, ich will Post aus der Akazienbuchhandung!

„Demo“ – Literaturkurier vom 23. Mai 2019

Liebe Kunden und Freunde
der Akazienbuchhandlung,

manche Buchtitel möchte man sich auf die Fahnen schreiben. Hier sind sie, die besten Einsprüche, Visionen, Manifeste, Utopien und Argumente zwischen zwei Buchdeckeln.
Am Sonntag ist Europawahl!

Solidarität darf nicht old school werden! Diese brillante, sehr konkrete und dann wieder fast meditative philosophisch-praktische Anleitung füllt ein großes Wort und Konzept (wieder) mit Inhalt!
(Heinz Bude, „Solidarität. Die Zukunft einer großen Idee“, Hanser 19 €)

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Marx-Mobilisierung! Behutsam für das 21. Jahrhundert adaptiert und erneuert wurde das Kommunistische Manifest in dieser kaum 2 Zentimeter schlanken Kurz-Fassung zum Bei-sich-Tragen. Mit einem Vorwort von Robert Habeck!
(Younger/Partnoy, „Das Aktivisten-Manifest. Ein Update des Kommunistischen Manifests für heute“,  Fischer 12 €)

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Gesellschafts-fähig: Was haben Egozentrismus, die Krise der liberalen Demokratie und der drohende ökologische Kollaps miteinander zu tun? In seinem gestochen scharfen, völlig unhysterischen Essay fragt sich Raphaël Glucksmann ob wir es verlernt haben, uns als Zivilgesellschaft mit einer kollektiven Aufgabe und einer gemeinsamen Zukunft zu begreifen …
(Raphaël Glucksmann, „Die Politik sind wir! Gegen den Egoismus, für einen neuen Gesellschaftsvertrag“, Hanser 18 €)

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Können nette Leute auch rassitisch sein? Subtile, doch nicht weniger gefährliche Vorurteile als die der Rechtsextremen finden sich dort, wo man am wenigsten mit ihnen rechnet – im Herzen der achtbaren Gesellschaft. Ein glasklarer Text darüber, was es bedeutet, in einer Welt, in der Weißsein einfach als die selbstverständliche Norm gilt, nicht weiß zu sein.
(Reni Eddo-Lodge, „Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche“, Tropen 18 €)

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Besser eine schlechte Feministin als gar keine? Feminismus ist schick geworden und Teil der Popkultur. Was aber, wenn man Feministin ist und trotzdem auf Rap steht und Fashionmagazine liest? Roxane Gays Essayband räumt auf mit der Idee eines perfekten, starren Feminismus in ideoligischer Reinkultur. Klug, provokativ, einfühlsam und leidenschaftlich!
(Roxane Gay, „Bad Feminist. Essays“, btb 10 €)

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Hitler, Scheiße, Lufthansa: Das sind die einzigen deutschen Wörter, die Abbas Khider kennt, als er aus dem Irak nach Deutschland kommt. In seinem urkomischen autobiographisch-sprachkritischen „Lehrbuch“ gründelt er im Urschlamm der deutschen Sprache, erforscht das Wesen des Ä, die Traumata der Nomina, die Abgründe des Nebensatzes und ruft zu einer nicht ganz, aber irgendwie doch ernstgemeinten Sprachreform auf, die das Deutsche für Frischlinge einen Hauch niedrigschwelliger machen könnte. Wobei auch Herr Khider so herrlich schwierige, herrlich deutsche Wörter für Fortgeschrittene wie Nahrungsmittelunverträglichkeit, Kummerspeck oder Frendschämen nicht mehr missen möchte …
(Abbas Khider, „Deutsch für alle. Das endgültige Lehrbuch“, Hanser 14 €)

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